Neulich im Sinntal

Schachbrettblumen

Kürzlich haben mich Sabine und Thomas von der Genießermanufactur zu einem Ausflug mit Brotzeit eingeladen. Solange ich in Frankfurt wohnte, war der Spessart und seine Umgebung immer ein beliebtes Ausflugsziel, allerdings ist das schon dreißig Jahre her. Dieses Mal wollten wir uns von Würzburg aus auf den Weg machen, um die Blüte der Schachbrettblumen im Sinntal zu erleben.

Sumpfdotterblumen

Sumpfdotterblumen

Allein die Fahrt durch das Maintal und den Sinngrund war ein Genuss, auch weil ich nicht fahren mußte und mich ganz dem Schauen widmen konnte. Nach dem langen Winter und dem Kälteeinbruch im März verläuft das Wachstum der Pflanzen ja derzeit eher ungestüm. So blühten überall die Bäume, es gab frisches Grün, die Natur war belebt und weil es Samstag war, war kaum jemand unterwegs. Sehr nett!

Sabine hatte ihre Kamera dabei, Thomas sein Heft (er schreibt) und ich meine Malsachen. Allerdings kam nur Sabine zum Zuge mit der Kamera und ich mit dem Smartphone. Stift und Pinsel blieben in der Tasche, weil es so viel zu sehen gab.

Es gibt einen Rundweg um eine der Wiesen am Ortsausgang von Obersinn, den wir erwandert haben. Immer wieder gerieten wir dabei in Verzückung, weil noch abertausende von Schachbrettblumen blühten (auch wenn es schon ein bißchen spät war). Man fragt sich, was die Natur dazu bringt, Pflanzenblüten mit schachbrettartigem Muster hervor zu bringen.

Schachbrettblumen

Schachbrettblumen

Trollblumen

Trollblumen

Beinwell

Beinwell

Foto um Foto wurde gemacht, nicht nur von den Schachbrettblumen, sondern auch von Trollblumen, Sumpfdotterblumen, Wiesenschaumkraut, Binsen, und, und, und. Die wechselfeuchten Wiesen, die Voraussetzung für das Gedeihen der Schachbrettblumen sind, bieten auch vielen anderen Pflanzen und Tieren eine Heimat.

Imposant war auch die Blüte der Tannen, die die Hänge im Sinntal bedecken. Sie produzierten Massen von Blütenstaub, von dem wir anfangs annahmen, dass es sich um Staubfahnen von Autos handelt.

Und weil Sabine und Thomas sehr naturerfahren sind, habe ich gelernt, dass Kröten – hier am Ufer der Sinn – sich durch leises piepsiges Quaken verraten. Ich hätte das Geräusch eher einem Vogel zugeordnet als einer Kröte.

Nach gut zwei Stunden Rundweg beschlossen wir, die Rückreise anzutreten und im Café des SOS-Kinderdorfs Hohenroth einzukehren. Wir liessen uns vorzüglichen Kaffee und Kuchen schmecken und machten einen Rundgang durch das Gelände, das ich noch nicht kannte.

Später suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen in einer Wiese am Straßenrand zum Brotzeiten. Allerdings mussten alle Autofahrer, die uns dort picknicken sahen, hupen und uns grüßen. Sehr lustig. Bestimmt haben sie uns um unsere Auszeit beneidet.

2 Kommentare

  1. Liebe Gaby, auch uns hat dieser Ausflug mit Dir sehr viel Spaß gemacht. Gerne auf ein nächstes Mal – vielleicht im Steigerwald? Natürlich mit zünftiger Bio-Brotzeit und guten Schuhen.

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