Schlagwort: Kraterbeet

Mein Naturgarten wie er mir gefällt

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Gartenplanung – was für ein langweiliges Wort, wenn ich doch nur einen Ort in der Natur haben will, um mich zu entspannen und mal Fünfe gerade sein zu lassen. Das denken sich viele, die sich auf das Abenteuer Garten einlassen, um dann festzustellen, dass sie entweder in der Arbeit ertrinken oder der Garten ein einziger unübersichtlicher Pflanzenwust wird.
Hier setzt das Buch von Dr. Natalie Fassmann an: Mein Naturgarten wie er mir gefällt. Für die, die schon wissen, was sie wollen und nur nach weiteren Anregungen suchen, findet sich gleich zu Beginn ein Stichwortverzeichnis, so dass die Orientierung keine Mühe macht. Ebensowenig Mühe macht sie für jene, die zunächst an ihren Garten nur Wünsche haben: still oder lebendig, naturnah oder bunt, für alle oder nur für sie alleine. Je nach Antwort springen sie gleich zum Kapitel, in dem ihre Ideen vertieft werden. Und dann kann man noch einfach im Buch stöbern.
Die einzelnen Themen sind so kurzweilig abgehandelt und mit Fotos und Illustrationen unterlegt, das keine Fragen offen bleiben. Unmengen Tipps und Tricks ergänzen das jeweilige Thema.
Auch ich konnte noch einiges lernen, z. B. vom „Blackbox-Gardening“, was nichts mit schwarzen Kästen zu tun hat, über Lasagnebeete, die nichts mit italienischem Essen zu tun haben bis hin zu „Meisenknödel de luxe“, die entgegen ihrer Bezeichnung für Meisen kein Luxus sind. Im Serviceteil finden sie außerdem den phänologischen Kalender und mehrere Listen empfehlenswerter Pflanzen für ausgewählte Standorte.
Die spezielle Anmutung, die der Ulmer Verlag seinen Gartenbüchern jetzt angedeihen läßt, sorgt dafür, dass man das Buch gerne in die Hand nimmt. Aber schauen Sie selbst. Das Buch ist auch für erfahrene GärtnerInnen eine Bereicherung. (Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8186-0272-7, EUR 24,90)

Das Kraterbeet

Buchtitel: Das Kraterbeet

Als ich dieses Buch fertig gelesen hatte, ging mir folgender Gedanke durch den Kopf: Da ist doch die Gartenbau-Ingenieurin mit ihr durchgegangen (übrigens durchaus positiv gemeint)! Kraterbeete, Senkgärten, Sonnenfallen; im vorliegenden Buch hat Natalie Faßmann sich ausführlich mit „gebauten“ Beeten beschäftigt, die Vorteile dargelegt, die Nachteile nicht verschwiegen. Sehr gut gefällt mir der Abschnitt über das Mikroklima.

Natürlich weiß man, wenn man seinen Garten einige Jahre bewirtschaftet hat, das bestimmte Pflanzen an einem Ort besser wachsen als an einem anderen. Aber in diesem Buch finden Sie die Erklärungen dafür, sehr gut verdeutlicht mit diversen Zeichnungen, für die in diesem Falle Margret Schneevoigt verantwortlich zeichnet. Auch die Bestimmung der Bodenart, ohne das man aufwendige Laboruntersuchungen vornehmen muß, ist einleuchtend erklärt. Wie noch Vieles mehr: wie baut man ein Kraterbeet, wie wird es bepflanzt, wie wird es gepflegt, woran erkennt man die Bedürfnisse der Pflanzen, die man gesetzt bzw. gesät hat. Und warum sollte man überhaupt große Löcher in den Boden graben, statt ein „normales“ Beet zu bearbeiten?

Auch nützliche Pflanzenportraits finden sich in diesem informativen Buch aus dem Pala Verlag, ebenso wie jede Menge Tabellen: zur Mischkultur, zu Stark-, Mittel- und Schwachzehrern, zu Schädlingen, zu empfehlenswerten Pflanzen für bestimmte Gartensituationen, zu Mulchmaterialien, und und und. Zum Schluß wird noch Karl Foersters Senkgarten in Potsdam vorgestellt, der sozusagen ein erweitertes Kraterbeet ist. Natürlich fehlen nicht die Literaturhinweise und die Bezugsquellen. Falls Sie sich mit dem Gedanken tragen, in Ihrem Garten mal etwas Neues auszuprobieren, sollten Sie das Buch „Das Kraterbeet“ unbedingt ins Auge fassen. (Pala Verlag, ISBN 978-3-89566-355-0, EUR 14,00)