Schlagwort: Selbstversorger

Besuch auf dem Ferienbauernhof

Katzenbabies auf dem Ferienbauernhof

Am Wochenende war ich bei meinem Bruder zu Besuch. Er betreibt mit seiner Frau einen Ferienbauernhof, die Salzbornhöhe, der direkt über dem Rheintal liegt mit einem atemberaubenden Blick hinüber zu den Zwillingsburgen, den „Feindlichen Brüdern“. Wir hatten viel Vergnügen beim Rundgang über den Hof, der auch mein Elternhaus ist, weil ich jedes Mal die Tiere begrüßen muß und nachschauen, was sich so im Laufe der Monate so verändert hat. Und weil gerade der Holunder blühte, konnte ich mir genug Blüten mitnehmen für meinen Holunderblütensirup, den ich so sehr als Sommererfrischung mag. Den Abschluss des Besuches bildet immer ein ausgiebiger Grillabend, bei dem wir dieses Mal das Glück hatten, dass es auch nach Sonnenuntergang noch sehr schön warm gewesen ist. Falls Sie also einmal Lust haben, das Weltkulturerbe Mittelrhein zu besuchen: nur zu, auf der Salzbornhöhe lässt es sich wunderbar entspannen.

Holunderblütensirup

Holunderbluetensirup

Holunderblütensirup ist für mich im Sommer zusammen mit Sprudelwasser eine wunderbare Erfrischung. Ich mache ihn so:

15 – 20 Holunderblüten
1 Liter Wasser
1 Kilo Bio-Zucker
5 Bio-Zitronen

Die Holunderblüten schneiden und die kleinen Tierchen, die dort wohnen abschütteln. Zitronen in Scheiben schneiden. Wasser und Zucker aufkochen und rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Etwas abkühlen lassen. Dann die Holunderblüten und die Zitronen in die Flüssigkeit geben. Mit einem Holzkochlöffel täglich umrühren, dabei die Zitronen immer etwas auspressen.
Nach ca. 5 Tagen durch ein sehr feines Sieb geben. Die Flüssigkeit erneut aufkochen, 1-2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann sofort in Flaschen füllen (ich nehme die mit Bügelverschluß) und fest verschließen.

Selbst versorgt

Selbst versorgt

Es geschieht nicht so furchtbar oft, dass ich für ein Buch, das ich besprechen will, sofort Feuer und Flamme bin, aber hier ist es wieder einmal der Fall. Dabei handelt es sich um ein total sachliches Gartenbuch – Selbst versorgt –  mit begrenztem Unterhaltungswert. Doch, die Fotos sind schön und die Zeichnungen, die zur Illustrierung von Gartentechniken dienen, erfüllen ihren Zweck ohne Zweifel, aber das macht das Buch nicht aus. Meine Begeisterung speist sich aus der Tatsache, das die Autorin ein ganz und gar nützliches, systematisches und übersichtliches Buch für Gartenanfänger geschrieben hat, die sich selbst mit Gemüse und Obst versorgen wollen. Sie müssen nicht erst, um starten zu können, diverse Bücher über Mischkultur, Düngen mit Kompost, Fruchtfolgen und Beet anlegen lesen. Sie können einfach starten und Silke Kluth, Autorin, Gartenbau-Expertin und Journalistin, begleitet Sie durch die ersten beiden Gartenjahre. Mit fertigen Beetplänen, Empfehlungen für Gemüsesorten und -samen, mit Pflegetipps, mit Do’s and Don’ts, mit Pflanzenporträts, und, und, und. Im Praxisbereich von Selbst versorgt bekommen Sie die genaue Anleitung für die Anlage und Pflege Ihrer Gemüsebeete, im Extra sind diverse Fachbegriffe erklärt, die Sie nach und nach lernen. Wenn Sie bestimmte Gemüse nicht mögen, gibt es Alternativen, wenn Sie nur einen kleinen Garten haben, empfiehlt die Autorin Obstsorten, die sich dort wohlfühlen. Dazu gibt es im Serviceteil u. a. noch einen Pflanzenschutzplaner, einen Gemüsebeetplaner und einen Mischkulturplaner. Und den phänologischen Kalender enthält das Buch auch noch, denn Gärtnern ist vom Wetter abhängig und als Selbstversorger-Greenhorn hilft es ungemein, wenn man erkennen kann, wann der richtige Zeitpunkt ist um wichtige Arbeiten im Garten zu verrichten. Das Buch ist stabil genug, um es mit in den Garten zu nehmen, so dass Sie es immer zu Hand haben können. Für alle AnfängerInnen: KAUFEN! (Gräfe und Unzer, ISBN 978-3-8338-3937-5)