Schlagwort: vegetarisch

Holunderblütensirup

Holunderbluetensirup

Holunderblütensirup ist für mich im Sommer zusammen mit Sprudelwasser eine wunderbare Erfrischung. Ich mache ihn so:

15 – 20 Holunderblüten
1 Liter Wasser
1 Kilo Bio-Zucker
5 Bio-Zitronen

Die Holunderblüten schneiden und die kleinen Tierchen, die dort wohnen abschütteln. Zitronen in Scheiben schneiden. Wasser und Zucker aufkochen und rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Etwas abkühlen lassen. Dann die Holunderblüten und die Zitronen in die Flüssigkeit geben. Mit einem Holzkochlöffel täglich umrühren, dabei die Zitronen immer etwas auspressen.
Nach ca. 5 Tagen durch ein sehr feines Sieb geben. Die Flüssigkeit erneut aufkochen, 1-2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann sofort in Flaschen füllen (ich nehme die mit Bügelverschluß) und fest verschließen.

Das vegetarische Kochbuch

Titelbild: Das vegetarische Kochbuch

Eine eigene TV-Sendung, ein eigener YouTube-Kanal, ein Fotostudio, das auf Foodfotografie spezialisiert ist, diverse Bücher und einen Bauerngarten an einem bayerischen See, den sie selbst bewirtschaftet: man weiß nicht, wann Barbara Bonisolli das alles macht, denn man darf vermuten, dass auch ihr Tag nur 24 Stunden hat. Wobei, wenn man im Garten wurschtelt und in der Erde wühlt, dehnt sich die Zeit automatisch. Das neueste Ergebnis dieses Gewurschtels habe ich mir angesehen, „Das vegetarische Kochbuch“.

Es geht der Autorin nicht darum, die vegetarische Lebensweise zu propagieren, sondern sie hat, wie wir alle, die einen Garten bewirtschaften, festgestellt, dass man oft gar kein Fleisch braucht, wenn man die eigenen Gemüse und Kräuter beernten und immer wieder anders kombinieren kann. Und da finden sich sehr ansprechende Ergebnisse in ihrem Buch: Spinatsalat mit Avocado und Apfel, Frittierte Linsenbällchen mit Joghurt-Gurken-Dill-Dip, Überbackene Auberginenröllchen mit Brezenfüllung oder Rote-Bete-Ravioli mit frittierter Brennnessel. Ich habe die Pappardelle mit Wurzelbolognese (Pastinake und Zucker habe ich rausgelassen) ausprobiert und Kartoffel mit Endivien und Haselnüssen (in meinem Fall mit Mandeln). Beide Gericht sind recht schnell zubereitet und sehr lecker. Die Wurzelbolognese läßt sich zudem gut einfrieren, also immer etwas mehr kochen.

Übrigens finden Sie in diesem Buch recht viele Rezepte zur Haltbarmachung von Gemüse, z. B. zum Einlegen von Salzzitronen und Essiggurken oder auch zur Herstellung eines Apfelgelees mit Holunderblütensirup (auch lecker). Es gibt ein paar Basics, wie die Zubereitung einer Gemüsebrühe oder das Rezept für Rotes Sauerkraut. Alles ist, wen wundert’s, sehr schön bebildert, der Appetit kommt schon beim Anschauen.

Das Inhaltsverzeichnis ist nach Jahreszeiten untergliedert, was die Rezeptsuche erleichtert und hat eine extra Rubrik für Eingemachtes / Basics. Ein bißchen verwirrend finde ich das Register am Ende des Buches: Die Zuordnung der Gerichte zu den Gemüsen ist nicht immer konsistent, so findet sich der Zuckerschotensalat zwar beim Knoblauch, aber nicht bei den Erbsen. Allerdings beeinträchtigt das nicht die Geschmackserlebnisse, die Sie mit diesen Rezepten erzielen können. (Callwey, ISBN 978-3-7667-2072-6, EUR 36,00)